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Juhuu, endlich ein Tribut-Album... Ehm, Tschuldigung, habe da irgendwas falsch verstanden...
Egal, einen Tribut zu Ehren von ABBA hatten wir bisher noch nicht und im Gegensatz zu vielen anderen vergleichbaren Alben macht dieser durchaus Sinn, weil das schwedische Quartett doch einige absolute Klassiker zustande gebracht hatte, und noch viel mehr weil die hier enthaltenen Versionen beinahe ausnahmslos klasse geworden sind!
Gleich der Opener klingt beinahe mehr nach THERION denn nach ABBA (ist zudem auch der einzige Song, den ich nicht glaube zu kennen, liegt also vielleicht auch daran), kommt aber sehr gut herüber. Danach verheizen METALIUM "Thank You For The Music" und ich muss zugeben, dass der Übergang zum E-Gitarren-Teil doch etwas gewöhnungsbedürftig war, zu Beginn scheint der Rhythmus nicht zu passen, aber das erscheint nur so. Als Nächstes hätten wir dann "Gimme Gimme Gimme (A Man After Midnight)" von SINERGY und beim ersten (und auch zweiten) Hören klang Kimberleys Stimme so was von daneben und zu laut, dass ich den Track schon beinahe abgeschrieben hatte, aber nach mehrmaligem Hören entfaltet das Teil erst so richtig seine Wirkung, vor allem die Gitarren passen hier wie die Faust aufs Auge!
Der erste Song, der zuvor bereits veröffentlicht gewesen ist, ist AT VANCE's "Money, Money, Money", sehr gut geworden, bevor eine meiner Lieblingscoverversionen auf den Plan tritt: "Voulez-vous" von MORGANA LEFAY. Schon auf dem "Past Present Future"-Silberling habe ich das Ding geliebt und es ist einfach immer noch geil, krachende Gitarren, donnernde Double-Bass, selten klangen ABBA besser ;) Und die deutschen Thrasher von PARADOX legen mit "S.O.S." gleich nach, im besten Thrash-Rhythmus holzen sich die Würzburger durch den Song, dass es eine Wonne ist!
ROUGH SILK's Version von "Take A Chance On Me" ist eine Mischung aus dem von den Niedersachsen bereits gewohnten Bombast, ein bisschen Elektronik (fällt aber nicht einmal bei mir negativ ins Gewicht) und zur Verstärkung eine Frauenstimme, sehr schön! Nicht ganz so mein Ding ist SPIRAL TOWERs "Chiquitita", was aber sicherlich auch daran liegt, dass mir das eigentliche Lied auch nicht so behagt, musikalisch ist es auch etwas näher am recht ruhigen Original gelegen. Gemeinsam mit "Voulez-vous" eine der allerersten ABBA-Cover-Versionen war "Eagle" von SARGANT FURY, ungemein kraftvoll und gekonnt im Melodic Metal-Gewand inszeniert, ist es immer wieder ein Hochgefühl diesen Song zu hören!
FLOWING TEARS verarbeiten "One Of Us" in ein gefühlvolles Gothic Metal-Stück mit angenehmem Frauengesang, bevor NATION ein locker-flockiges "Waterloo" geben und die Power Metaller von CUSTARD "Super Trouper" mit überraschend wenig Pathos herüberbringen, hätte ich mir etwas mehr Chöre erhofft...
So, zwei hätten wir noch, und zwar eine saustarke Version von "Knowing Me, Knowing Your", das im unverwechselbaren angedoomten Power Metal-Stil TAD MOROSEs herüberkommt, einmal mehr veredelt von Urban Breeds brillanter Stimme. Und die recht schräge Punk Rock-Version von "Dancing Queen" durch GLOW ist ein ganz witziger Abschluß.
So, wenn ihr bis jetzt durchgehalten habt, dann kann ich euch nur sagen, dass dies hier ein sehr gelungener Tribut-Sampler geworden ist, von dem die Versionen von AT VANCE, MORGANA LEFAY, PARADOX, SARGANT FURY und TAD MOROSE herausragen!
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