|
Es scheint, als würde in letzter Zeit jeder, der Thrash Metal mit einer Prise hinzugeworfener Melodie spielt, denken es wäre das Ding. Es tut mir leid, dass ich diese Vorstellung zerstöre, aber das ist es nicht. Thrash wurde in den 80ern mit Bands wie OVERKILL, DESTRUCTION und so weiter geboren. Die Produktion war ungefähr so roh, wie sie nur sein konnte, und es schlug dir ins Gesicht. Obwohl wir das Jahr 2004 schreiben, denken die Italiener HATEWORK nicht nur, die 80er wären wieder da, sondern sie holen sie zurück.
Alles an diesem Album repräsentiert Retro-Thrash, von der rauen Produktion über die blöden Songtitel wie „I.D.T.“ (Italian Drinking Team) über den Titeltrack bis hin zu der schieren Einfachheit der Kompositionen. Diese Jungs wurden niemals auf eine Mission geschickt, die Thrash-Szene neu zu erfinden, sondern haben einfach Spaß damit. „I.D.T.“ und „Thrash N’ Roll“ stellen nichts dar als raue Vocals zusammen mit furiosen Gitarrenlicks, die niemals nachgeben, und Drums, die einfach weghämmern. Obwohl diese Songs veraltet und altmodisch klingen könnten, machen sie es richtig und sind stolz auf ihre Arbeit. „XXX“ hat einige Riffs, die perfekt in ein altes MOTÖRHEAD-Album gepasst hätten. Seht euch einfach das Photo der Band an. Sie sehen aus wie ein Überbleibsel aus den 80ern. Wenn ihr Max’ Stimme hört, werdet ihr merken, dass sie einen bezeichnenden Klang hat, ganz ähnlich wie Bobby „Blitz“’s Stimme einzigartig ist, oder die von Schmier. Max kopiert ihren Stil keinesfalls, aber es ist einfach so hervorragend.
Um ehrlich zu sein, ich denke nicht, dass ich einen Aufsatz darüber schreiben muss, wie Thrash klingt. Diese CD ist simpel und direkt. Sie ist rau, kraftvoll und unentschuldigend. Wenn ihr nicht wisst, wie wahrer Old School Thrash klingt, dann schlage ich vor, dass ihr euch, nein, KEINE SLAYER CD, sondern eine KREATOR oder DESTRUCTION CD direkt aus den Anfängen holt. Wenn ihr das erst einmal gehört habt, könnt ihr euch diese CD holen. Sorgt dafür, dass ihr diese CD in eurer Sammlung habt, sodass ihr trinken und es krachen lassen könnt, wenn Freunde rüberkommen. (Online 29. September 2004)
|