|
BLOOD DUSTER ist eine berüchtigte Gang, die ihre Freizeit mit Blut, Saufen und Gore Movies verbringt. Sie begannen als eine eher schnörkellose Grindcore Band. Trotz der klaren Grincore Ausrichtung auf einem Album wie „Yeest“ war bereits zu erkennen, dass BLOOD DUSTER etwas Besonderes sind. Auf "Str8t Outta Northcote" kam ihre Rock’n’Roll Schlagseite besser durch, wobei BLOOD DUSTER nie ganz vom Grindcore ließen, auch auf ihrem aktuellen, selbstbetitelten Album lassen sich kurze, intensive Songs finden.
Wer die Texte von ihnen ernst nimmt, hat ein Problem, denn meistens geht es nur um Sex. Und wenn es nicht um Sex geht, dann halt um Metal. „The Object Is To Shift Some Units“ beginnt mit einem lustigen Sample (nicht viele Bands verwenden so gute Filmsamples), wo ein Vater seinen Sohn fragt, wann er endlich mal richtige Musik wie DEEP PURPLE oder BLACK SABBATH auflegt und nicht den Mist, den er ständig hört. Gut, man sollte sich nicht unbedingt ein Beispiel an den Erziehungsmethoden von BLOOD DUSTER nehmen, aber schlecht sind sie auch nicht.
Nun, nach den positiven Aspekten an BLOOD DUSTER folgen nun meine negativen Ansichten. Ein Song wie „Sweatmeat“, wo nur eine Gitarre zu hören ist, gehört nicht auf diese CD. Und so gibt es noch weiteren Mist auf "Str8t Outta Northcote" und ich frage mich, ob man die Leute damit absichtlich verarschen will. Der letzte Song „Dis-Organ-Ized“ dauert zwar 5 Minuten, aber drei davon sind purer Lärm.
Mein Lieblingssong der Scheibe ist das eingängige „TheCorpseSong“, es geht um Leichenfickerei und um die Lebensweisheiten von BLOOD DUSTER. Wäre die ganze CD so stark und wenn sie diese Filler weggelassen hätten, wäre die Bewertung weitaus besser ausgefallen.
Ich denke, „Cunt“ ist das schwächste BLOOD DUSTER Album, ihr aktuellstes ist aber mein Lieblingsalbum. „Cunt“ enthält einige Killersongs, aber diese Lärmgeräusche können nerven, auch wenn BLOOD DUSTER das nicht interessiert. Allerdings kann man auch sagen, dass BLOOD DUSTER einzigartig klingen. Wer also auf Death Metal steht, der nichts weiter ernst nimmt, abgesehen vom Songwriting (und auch das stimmt nicht immer), dem seien BLOOD DUSTER empfohlen. (Online 22. Januar 2005)
|