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Schon nach den ersten Klängen des DROWN INC. Debüts „Momentum“ fallen einem sofort PANTERA, MACHINE HEAD oder DISTURBED als Vergleiche bzw. als vermutliche Einflüsse der Deutschen ein. Besonders der Gesang von Patrick Blättermann ist verdammt nah an Phil Anselmo, aber auch die gesamte Musik ist an das angelehnt was die genannten Bands in den 90ern ausgemacht hat.
Allerdings gehen DROWN INC. nicht ganz so schnell zu Werke wie es z.B. PANTERA oft getan haben. Viel mehr legt die Truppe großen Wert auf einen satten Groove und ackert die meiste Zeit im Mid-Tempo Bereich, so dass sich auch Vergleiche mit Phil Anselmos DOWN auftun. Ob diese Ähnlichkeit zu den genannten Bands jetzt eher negativ oder positiv zu bewerten ist überlasse ich euch. Ich persönlich bin aber der Meinung dass ein Plus ab Eigenständigkeit einer Band nicht gerade schadet. Im Falle von DROWN INC. muß man aber dazu sagen das die meisten Nummern auf der Platte gut ins Ohr gehen und das sich so recht gut mit den Vergleichen leben läßt. Mit „Until The Light Ends“ und „Take What’s Left“ hat die Band zwei besonders starke Songs in der Hinterhand und auch mit dem Rest kann man zufrieden sein. Zwar benötigen mansche Songs etwas Eingewöhnungszeit, aber nach einigen Durchläufen zünden auch diese. Der Sound der Scheibe ist so wie er für diese Art von Musik sein soll. Die Gitarren sägen schön fett und auch der Bass ist gut und klar zu hören.
DROWN INC. ist mit „Momentum“ ein guter Mix aus Metal, Hardcore und modernen Grooves gelungen, ohne sich zu sehr an die momentanen Nu Metal oder Metalcore Trends anzubiedern. Hier regieren mehr die 90er und das ist auch nicht verkehrt. Die Band hat einen guten Grundstein gelegt, nun gilt es die Vergleichsfaktoren zu den genannten Bands etwas zurückzufahren und den eigenen Stil weiterzuentwickeln. Bis dahin könnt ihr euch die Band und „Momentum“ ruhig mal anhören, besonders wenn ihr den melancholischen 08/15 Metalcore Leid seid und lieber eine gesunde Portion 90er Power wollt.
Anspieltipps: “Until The Light Ends”, “Take What’s Left”... (Online 6. Februar 2006)
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