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Bewertungserklärung



Winter - Into Darkness (7,5/10) - USA - 1992

Genre: Doom Metal / Death Metal
Label: Nuclear Blast Records
Spielzeit: 46:06
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Oppression Freedom Oppression (Reprise)
  2. Servants Of The Warsmen
  3. Goden
  4. Power And Might
  5. Destiny
  6. Eternal Frost
  7. Into Darkness
Winter - Into Darkness

Falls es jemals ein Album gab, das pures Elend und unausweichliche Verdammnis verkörperte, dann war “Into Darkness” dieses Album. Als eine Band, die erst Jahre nachdem sie sich aufgelöst hatte Kultstatus erreichte, sind WINTER keine gewöhnliche Doom-Band – was ihr hier bekommen werdet, sind einige der langsamsten Songs aller Zeiten gepaart mit einer wahrlich verdrießlichen und niederschlagenden Atmosphäre. Das hier ist also keinesfalls Easy-Listening- oder headbangtaugliches Material, das hier ist Musik, zu der man sterben kann...

 

Wie erwähnt sind die Songtempi extrem langsam und schleppend (auf gute Weise), und beim ersten Hören glaubte ich, dass diese Jungs in der Mitte der Songs Raucherpausen eingelegt hätten!! Beginnend mit dem grimmigen instrumentalen Opener „Oppression Freedom Oppression“, wird uns mit „Servants Of The Warsmen“, das alles enthält, was an diesem Album charakteristisch ist, sofort ins Gesicht geschlagen: unheimliche Hintergrundgeräusche, Riffs, die langsam aber wahnsinnig heavy sind, und Vocals, die klingen wie die von einer Kreuzung zwischen Glen Benton und Rich Lipscomb (von FLESHGRIND). Ja, das hier ist fieses Zeug, Leute! Auf den folgenden Songs wie „Destiny“ und dem Titeltrack beschleunigen sie es ein bisschen, und diese setzen wirklich die Fähigkeiten von Drummer Joe Goncalves hinter seinem Kit in Szene.

 

Die Produktion ist eines der größten Highlights dieses Albums – sie hat einen knusprigen, klaren Sound, aber gleichzeitig ist da dieser unheimliche Halleffekt, der allem, was hier aufgenommen wurde, diesen etwas hallenden Sound verpasst. Er dient nur dazu, das Gefühl von Verdammnis und Dunkelheit zu verstärken, welches dieses Album vermittelt. Es sind keine Lyrics dabei, aber nach der Band-Biografie im Booklet zu urteilen, behandeln sie Themen wie soziales Verhalten, Umweltverschmutzung und Politik – Themen, die typisch für viele gesellschaftskritische Bands sind.

 

Das hier ist kein Album, das man sich einfach gelegentlich anhören kann, man muss es fühlen. Das mag klischeehaft klingen, aber für dieses spezielle Album gilt es auf jeden Fall. Das hier ist keine simple Unterhaltung, nicht mal Kunst – das hier ist die Stimme einer dunklen Seele, die in einer bereits verdammten Welt um Hilfe schreit, einer Welt, wo alle Hoffnung verloren ist und wo alles unweigerlich in Dunkelheit versinken wird...

 

PS – Dieses Album ist nicht empfehlenswert für Leute, die unter Depressionen leiden, und solche, die dazu neigen, sich selbst zu verletzen. Das hier wird euren Verstand in Stücke reißen!! (Online 15. April 2006)

Neil Pretorius



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